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"Nur" einen Punkt aus Damme mitgenommen |
Als elf Sekunden vor Schluss Torwart Mirko Lettmann bei 30:29-Führung
den Ball abwehrt, glauben alle fest an den Sieg. Doch ein Blackout von
Michael Meyer, der den aufgenommenen Ball gegen alle Vernunftsregeln
nach vorne passt, hat den Verbandsliga-Handballern der HSG Delmenhorst
bei Rot-Weiß Damme den Sieg gekostet. Co-Trainer Ralf Bostelmann
versuchte noch schnell, die Grüne Karte für eine Auszeit in Richtung
Zeitnehmer zu werfen, doch es war zu spät.
Meyers Pass landete beim Gegner. Dieser tankte sich auf rechts durch
und Michael Meyer bleibt nur noch die Möglichkeit, mit einem Foul drei
Sekunden vor Schluss einzugreifen. Rot gegen Meyer und Siebenmeter für
Damme hießen die Konsequenzen aus dieser Aktion. Damme trifft zum
30:30-Ausgleich. Zur Pause hatte die HSG mit 19:17 geführt.
„Letztendlich geht das Unentschieden in Ordnung“, stuft HSG-Trainer
Werner Rohlfs die gesamte Partie unter dem Motto „auswärts etwas
mitgenommen“ ein. So sah es auch Ralf Bostelmann. Er ergänzte: „Aber
wir waren verdammt dicht dran zu gewinnen.“
In einer zerfahrenen ersten Halbzeit stand die HSG-Abwehr nicht gut.
„Wir haben von den Fehlern der Dammer gelebt und zum Glück viele
Angriffe positiv abgeschlossen“, meinte Rohlfs. Neben dem
Dauertorschützen Nils Werner zeichneten sich Heyroth und Sünkenberg in
dieser Disziplin besonders aus. Der zweite Torwart Henning Fastenau,
der ab der 15. Minute zu den Siebenmetern in den Kasten ging, wehrte
zwei Bälle ab und ein Siebenmeter semmelte Damme sogar neben das Tor.
Nach 19 Minuten setzte sich die HSG in dem engen Verlauf mit zwei Toren
zum 12:10 ab. In der 30. Minute hieß es 19:15, doch ein Doppelschlag
von Damme bedeutete „nur“ ein 19:17 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel
war Sand im Getriebe der HSG. Eine 10:6-Folge der Gastgeber
beantwortete das Delmenhorster Trainergespann mit einer Umstellung auf
5-1 im Deckungsverbund. Weil Dammes Rückraum immer wieder zu Erfolgen
kam, rückte nun Eike Harant aus der Abwehr raus.
Sechs Minuten später (51.) war der Ausgleich zum 28:28 hergestellt. Die
HSG ging noch zwei Mal in Führung. Das 30:29 durch Nils Werner nährte
die Hoffnung auf einen Auswärtssieg, doch das 30:30 ist das gerechte
Ergebnis nach einer umkämpften Partie.
Quelle: www.dk-online.de
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