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Handball: Markus Albers und Thomas Gaertner stehen unter Beobachtung
Der Beobachter-Ansetzer Friedrich Kossen traut den Schiedsrichtern noch viel zu. Markus Albers und Thomas Gaertner werden seit zehn Jahren von ihrem Mentor Heinz Quahs begleitet.
Alles im Griff: Speditionskaufmann Thomas Gaertner (li.) und der
angehende Physiotherapeut Markus Albers bekommen gute Noten. Foto:
Torsten Heidemann
Wenn Schiedsrichterbeobachter beim Handball unterwegs sind, dann haben sie zahlreiche Kriterien auf ihrem Bogen. Einer lautet: Progressivität. Mit diesem Begriff ist die Steigerung der Strafen mit Fortdauer der Partie gemeint. „Es kommt darauf an, die Gelben Karten und die ersten Zeitstrafen richtig einzusetzen“, weiß Heinz Quahs.
Er begleitet seit langer Zeit Schiedsrichter der HSG Delmenhorst. In dieser Saison freut sich der Mentor besonders über das Gespann Markus Albers/Thomas Gaertner, die fortlaufend gute Beobachtungen bekommen.
Neben der Progressivität spielen unter anderem die Linie des Duos, das Auftreten, die Art gegenüber Mannschaften und Offiziellen, die Richtigkeit der Strafwürfe und die Aufteilung Torbereich/Rückraum eine Rolle. Insgesamt könnte ein Gespann auf 100 Punkte kommen, aber 80 kennzeichnen bereits den „oberen Bereich“, wie es Heinz Quahs nennt.
Im Verbandsliga-Spiel der Männer zwischen Hoykenkamp und Damme sind Albers/Gaertner mal wieder knapp an die 80 gekommen und das bleibt natürlich auch dem Beobachter-Ansetzer Friedrich Kossen nicht verborgen. „Die beiden arbeiten gut zusammen. Die Art, wie sie Entscheidungen rüberbringen, gefällt uns“, sagt der Bookholzberger. Auch wenn die Zuschauer unruhig werden, hätten Albers/Gaertner keine Probleme die Szene zu beruhigen.
Markus Albers ist 24 Jahre alt, Thomas Gaertner 25. Die beiden harmonieren auch deshalb so gut, weil sie seit der Jugend bei der HSG Delmenhorst zusammen spielen. Thomas ist Torwart der zweiten Herren, Markus spielt auf Rechtsaußen. „Das Pfeifen geht vor“, legen sich die Schiedsrichter fest. Wenn es eine Karriere gibt, dann die als Unparteiische.
Das Delmenhorster Spitzengespann steht auf dem Sprung in höhere Ligen. Oberliga Männer oder Regionalliga der männlichen A-Jugend könnten folgen. Über Ostern haben sie einen weiteren Schritt dazu unternommen. „In Nordhorn haben sie bei einem internationalen Jugendturnier mit Abstand das beste Ergebnis bekommen“, freut sich Heinz Quahs. Die 79er und 77er-Marke in zwei Beobachtungen verhalf dem Gespann zu einer Einladung des Norddeutschen Handball-Verbandes.
Schon an diesem Wochenende geht es deshalb für drei Tage nach Lingen. Friedrich Kossen gibt den aufstrebenden Männern noch drei Tipps für ihren weiteren Weg mit: „Die Vorbereitung auf Lehrgänge ist unheimlich wichtig. Dann müssen sie konditionell noch zulegen. Und schließlich ist die Einsatzbereitschaft von Belang.“ Soll heißen: 30 Spiele pro Halbjahr müssten sie ungefähr leiten. „Ja klar“, heißt es bei Markus Albers und Thomas Gaertner wie aus einem Munde.
Quelle: www.dk-online.de / Von Torsten Heidemann
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