Nach einem schweren Jahr kommt die gute Jugend ins Boot
Bei den Handballern der HSG Delmenhorst laufen die Planungen an

HSG-Vorsitzender Rolf Heitmann wird nun entgegen anderer Gerüchte doch noch bis zu den offiziellen Vorstandswahlen 2010 im Amt bleiben. Dann müsse aber ein Nachfolger gefunden werden.

Wichtiges Potenzial bei der HSG schlummert derzeit noch im Bereich der Jugend. Junge Talente, wie zum Beispiel der B-Jugendliche Jörn Janßen (vorne) sollen besonders gefördert werden. Foto: Rolf Tobis

,,Jetzt, wo der Verbleib der ersten Männermannschaft in der Verbandsliga wohl gesichert ist, können wir mit der Planung für die kommenden Saison beginnen", sagt Rolf Heitmann, Vorsitzender der HSG Delmenhorst. Planungen seien vor dem Derby-Sieg der Handballer in Hoykenkamp schwierig gewesen.
Die leise Kritik, die von den Trainern Werner Rohlfs und Ralf Bostelmann in Richtung HSG-Vorstand gegangen sei, kann Heitmann durchaus nachvollziehen. ,,Aber uns waren einfach bei der Ungewissheit auch die Hände gebunden", bittet der Vorsitzende auch um Verständnis. ,,Wir werden mit den Trainern konkret über die Zukunft sprechen, denn wir möchten gerne mit Werner Rohlfs und Ralf Bostelmann weiter machen." Es sei aber ja auch nicht so, dass vorher gar nicht gesprochen worden ist.
Bei den anstehenden Gesprächen wird sicher auch das Dilemma angesprochen werden, in dem die HSG steckt. Die Personaldecke ist sehr eng und die zweite Mannschaft wird aus der Landesliga absteigen. ,,Natürlich brauchen wir Verstärkungen, werden aber auch aus dem eigenen Beritt auffüllen müssen", blickt Heitmann voraus. Ein Jahr müsse so überbrückt werden, dann könnte ein Teil der talentierten Jugendlichen in den Leistungsbereich eingebaut werden.
Um den Nachwuchs in den älteren Jahrgängen ist es bei der HSG gut bestellt. Mit Gunnar Schäfer und André Wiehle wurden zwei B-Scheininhaber verpflichtet, die sich um die A- und B-Jugend kümmern. ,,Da schlummert echtes Potenzial", hat Schäfer schon in seiner kurzen Amtszeit erkannt. Darauf müsse jetzt aufgebaut werden. Schäfer stellt sich vor, dass die Jugendlichen im engen Kontakt mit den Trainer im Herrenbereich an den Leistungsbereich heran geführt werden. ,,Natürlich geht das nur mit viel Training und Disziplin", sagt Schäfer. Er denkt dabei nicht nur an den reinen Übungsbetrieb. Schäfer blickt auch auf die Ernährung. Er und Wiehle gehen in Einzelgesprächen auf die Jugendlichen ein. Ein Schwerpunkt der Weiterbildung liegt im taktischen Bereich. Aber auch Einzeltraining, das gezielt auf das vorhandene Talent, aber auch auf die Defizite der einzelnen Handballer abzielt, gehört mit zum Programm.
Die Jugendarbeit bei der HSG ist also in guten Händen, zumal auch die C-Jugend unter den Fittichen von Florian Bogun ein gute Qualität besitzt. Jetzt muss nur noch die kommende Saison im Herrenbereich schadlos überstanden werden.

 

Quelle: dk-online.de