Sportliche Erfolge, aber weniger Werbepartner

Delmenhorst (fr). Die deutlichsten Worte fand Rolf Heitmann, Vorsitzender der HSG Delmenhorst, am Ende der 55-minütigen Jahreshauptversammlung der HSG Delmenhorst vor 28 Stimmberechtigten im Schlachthof-Restaurant. „Es ist immer wieder festzustellen, dass Eltern, aber auch Betreuer und Trainer unserer anderen Mannschaften auf den Zuschauertribünen ständig an den Trainern, die auf der Bank agieren, herummäkeln und offensichtlich alles besser wissen“, hat nicht nur Heitmann mit Missfallen beobachtet. „Wir sollten uns alle bemühen, hier gegen zu steuern.“ Auf nach den Ferien geplanten Elternabenden soll dieses Problem thematisiert werden.

Begonnen hatte Heitmann seinen Jahresbericht mit der positiven Meldung, dass die männliche A-Jugend die Qualifikation für die Landesliga geschafft hat und mit der Hoffnung, dass die B-Jugend bald nachziehen mögen. Unabhängig davon läuft ein Einspruch der HSG gegen die Auslegung der Qualifikationsregeln. „Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt“, sagt der Vorsitzende.

Besonders positive Erwähnung fand auch die gute Entwicklung im weiblichen Bereich. Nicht nur, dass sich die weibliche B für die Oberliga qualifiziert hat, sondern auch der Aufstieg der ersten Damen in die Landesklasse erfreut. „Die positive Entwicklung im Damenbereich wird dadurch dokumentiert, dass drei Mannschaften in der kommenden Saison den Kampf um die Punkte aufnehmen werden“, freute sich Heitmann.

Verabschiedet wurde Jugendwart Henning Hildener. Die Nachfolge übernimmt bis zur turnusmäßigen Wahl im nächsten Jahr kommissarisch Jörg Schröder. Ihm zur Seite stehen Mark Unger und Werner Helfrich.

Die Wirtschaftskrise hat auch die HSG erreicht. „Jürgen Janßen hat den Übungsleitern in einem Vortrag dargestellt, dass aufgrund der wirtschaftlichen Situation die zahl der Werbepartner eingebrochen ist“, berichtete Heitmann. Deshalb müsse man sich auf der Ausgabenseite auf Einschränkungen einstellen. Es seien aber erste Ansätze einer Besserung erkennbar. Finanzielle Unterstützung durch Dritte sei vor allem notwendig, um den Jugendspielbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Der stellvertretende Vorsitzende Helmfried Unger wies auf die prekäre Situation im Schiedsrichter- und Sekretärwesen hin. Erschwert werde die personelle Besetzung zusätzlich dadurch, dass sich Zeitnehmer – nicht unbedingt nachvollziehbar – nach einem Jahr erneut einer Prüfung unterziehen müssen. Die HSG will versuchen, durch das Anbieten eines neuen Lehrganges den Engpass ein wenig zu erweitern.

Quelle: www.dk-online.de