| Zerrissene Trikots als Erfahrungs-Zeugnis |
Jugend-Handballer der HSG in WarnemündeGrößer, härter, schneller: So waren viele Gegenspieler der Delmenhorster Nachwuchs-Handballer, die sich beim Warnemünde-Cup aber dennoch achtbar aus der Affäre gezogen haben. Von Dieter FreeseDelmenhorst. Das Wichtigste, was die Nachwuchs-Handballer der HSG Delmenhorst aus Rostock mitgebracht haben, ist ein großer Sack voller Erfahrungen. Die Platzierungen beim 25. Warnemünde-Cup in Rostock spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Die männliche A-Jugend wurde beachtlicher Vierter, die B-Jugend errang unter elf Mannschaften immerhin Platz sechs.
Das zweitägige Turnier diente in erster Linie der Weiterentwicklung der Spieler. Dass gegen die Mannschaften der Sportinternate aus Magdeburg, Potsdam und Neubrandenburg nur wenig auszurichten sein würde, war dem Betreuer-Trio Gunnar Schäfer, Andreas Larisch und Jürgen Janßen schon im Vorfeld klar gewesen. Um so erstaunter waren sie, wie gut ihre Schützlingen über weite Phasen doch mitgehalten haben. „Es wurde viel härter gespielt“, berichtet zum Beispiel der B-Jugendliche Philipp Freese. Unterschreiben kann er das mit seinem zerrissenen Trikot – eines von dreien in seiner Mannschaft. Die gegnerischen Spieler seinen vor allem körperlich überlegen gewesen. „Spieltechnisch konnten wir teilweise gut mithalten“, berichtet Freese, „in Sachen Schnelligkeit aber nicht.“ Getrübt wurde die Stimmung etwas dadurch, dass nicht ausgebildete Schiedsrichter die spiele leiteten und nicht energisch genug durchgriffen. Dadurch mündete die gesunde, im Handball übliche Härte manchmal in Unfairness. Viel Spaß hatten die Jugendlichen in Delmenhorst auch damit, dass in Rostock mit Haftmittel gespielt wurde. Der eine oder andere Dreher ist sogar gelungen. Die Jugend A schaffte am Samstag wurde in der Vorrunde Zweiter mit den Spielen gegen HSV Grimmen (17:17), HC Empor Rostock (15:13), VfL Potsdam (14:27) und Güstrower HV (35:13). In der Hauptrunde tags darauf verlor die HSG AC Berlin mit 12:21. Auch das Spiel um Platz drei gegen HSG Kahl/Kleinstheim ging knapp mit 15:16 verloren. Die B-Jugend hatte es mit einer ebenso starken Besetzung ihrer Gruppe zu tun, belegte nach Spielen gegen ATSV Stockelsdorf (16:15), VfL Potsdam (8:19), SV Fortuna Neubrandenburg 14:19, SV Warnemünde (24:14) und BSV 93 Magdeburg (14:10) nach der Vorrunde Platz drei. In der Platzierungsrunde hieß es gegen Rostock 16:13 und wieder gegen Stockelsdorf 14:14. Das notwendige Siebenmeter-Schießen ging verloren, sodass am Ende Rang sechs heraus sprang. A-Jugend: Kerry Hoppe, Siegfried Weiß, Jonte Windels (19), Frederic Oetken (43), Nico Kalthoff (6), Marcian Markowski (10), Andree Thode (6), Christoph Kämena (7), Raphael Schween (15), Tim Strecker, Kevin Kranz B-Jugend: Guido Plate, Jan Schäfer, Cem Galioglu (11), Nick Schierenbeck, Sven Kunze (5), Sören Chmielnik (10), Timo Herzog (3), Philipp Freese (21), Malte Lamm (2), Adrian Wiehle (2), Julian Knauer (19), Henrik Schmitz (4), Jörn Janßen (29), Fabian Fokken Quelle: dk-online, 10.09.09 |




