Fastenau hält den Sieg für HSG fest

Handball: 25:22 gegen Bissendorf Delmenhorst führt 14:9. Dann schleichen sich Eigensinn und Schlendrian ein. Bissendorf geht mit Vorsprung in die Pause. In einer hektischen zweiten Halbzeit dreht HSG das Spiel.

Von Manfred Nolte

Delmenhorst. Die Landesliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihre Partie gegen TV Bissendorf-Holte II mit 25:22 (15:16) gewonnen und ihre Ansprüche auf den sofortigen Wiederaufstieg gewahrt. Wollen die Mannen von Trainer Gunnar Schäfer den Meistertitel, werden sie sich aber mächtig steigern müssen. Gegen Bissendorf schienen die Delmenhorster Mitte des zweiten Durchgangs die Weichen auf Sieg gestellt zu haben. 14:9 hieß es nach 19 Minuten, doch dann schlich sich bei etlichen Delmenhorstern der Eigensinn ein. Zahlreiche Fehlversuche aus unmöglichen Positionen sind ein Zeichen dafür. Außerdem gab es eine Flut von Abspielfehlern und so gab es bis zum Seitenwechsel nur noch ein Tor für die HSG. Die Bissendorfer gingen mit einem Vorsprung zum Pausentee. Der konnte nach Wiederbeginn sogar ausgebaut werden. Beim 18:19 nach 42 Minuten war es Andre Haake, der drei Treffer in Folge markierte und die Wende einleitete. In der Schlussphase gab es jede Menge Hektik, wobei es auf beiden Seiten immer wieder Ballverluste gab. Beide Teams hatten eine hohe Fehlerquote, wobei Henning Fastenau im Delmenhorster Tor mit einer Fülle gelungener Paraden zum Matchwinner avancierte. Der Sieg geht in Ordnung, doch die HSG hätte schon vor der Pause für klare Verhältnisse sorgen müssen. So sah es auch Trainer Gunnar Schäfer, der reichlich Dispute mit dem Schiedsrichtergespann hatte. „Wir haben eine gute Phase gehabt, doch dann waren wir keine Mannschaft mehr. Durch viele Einzelaktionen haben wir uns aus dem Spiel gebracht“, haderte der Übungsleiter. Ein Sonderlob bekam Torhüter Fastenau. „Heute zählt nur der Sieg. Dass uns der gelungen ist, haben wir zu einem großen Teil Henning Fastenau zu verdanken, der sensationell gehalten hat.“ Bei nunmehr 8:2-Punkten haben die Delmenhorster alle Chancen auf einen Spitzenrang. Das Team kann jetzt erst einmal kräftig durchschnaufen, denn die nächste Partie steht erst am 23.Oktober bei TuRa Marienhafe auf dem Plan.

HSG: Lettmann, Fastenau; Eilers 5, Bähner 5, Heyroth 3, Müller 2, Schenk 3, Haake 6/3, Gaertner 1, Besuden

Siebenmeter: HSG 3/3 – TVB 3/2

Zeitstrafen: HSG 7. Rot für Heyroth (55.) nach der dritten Zeitstrafe – TVB 3

Schiedsrichter: Meyer/Scholz (Rastede) mit schwacher Vorstellung. Die beiden leiteten nicht gemeinsam, sondern pfiffen nebeneinander her. Oft entschied der Referee, der weiter vom Tatort entfernt war.

Quelle:dk-online, 03.10.10