„Mannschaft muss eine Reaktion zeigen“
Handball: HSG Delmenhorst empfängt heute Spitzenreiter Elsflether TB

Delmenhorst (ER). Wenn die Handballer der HSG Delmenhorst heute, 20.30 Uhr, in der Halle am Stadion den Elsflether TB erwarten, speist sich der Reiz dieser Begegnung hauptsächlich aus zwei Tatsachen: Zum einen trägt der vom spielenden Co- zum Cheftrainer beförderte Andre Haake die alleinige Verantwortung. Anfang des Monats hatte sich der Landesligist von seinem bisherigen Coach Gunnar Schäfer getrennt (wir berichteten). Andererseits empfängt die HSG den noch ungeschlagenen Spitzenreiter.

Haake weiß natürlich, worum es geht: „Die Mannschaft muss eine Reaktion zeigen.“ In erster Linie sind damit sicherlich etablierte Spieler gemeint, die sich für die Trennung von Schäfer ausgesprochen haben sollen. In diesem Jahr liegen erst drei Trainingseinheiten hinter den HSG-Aktiven. Selbstverständlich kann ein Trainer während eines solch kurzen Zeitraums noch nicht alle Vorstellungen in die Tat umsetzen, doch Haake zeigt sich zufrieden: „Wir haben beispielsweise versucht, in Blöcken zu trainieren und im Konditionsbereich gearbeitet. Die Mannschaft hat gut und intensiv trainiert.“ Er sehe der heutigen Aufgabe positiv entgegen: „Ich bin zuversichtlich, dass in diesem Spiel was drin ist. Wir haben nichts zu verlieren.“ Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht diese Aussage: Während der Gastgeber mit 14:14 Punkten und 420:394 Toren den sechsten Platz belegt, thront der Elsflether TB, der es bislang auf 24:2 Zähler gebracht hat, vor der HSG Friedeburg/Burhafe (23:3) an der Spitze. Die beiden Unentschieden verbuchte die Nr. 1 der Landesliga bei der TSG Hatten/Sandkrug II (32:32) und gegen den Tabellenzweiten (24:24). Die Delmenhorster kassierten am 11. September in Elsfleth ein deutliches 27:38. „Der Gegner verfügt über gute Rückraumschützen“, warnt Haake. Insbesondere müsse man auf Florian Dorrmann und Christopher Santen aufpassen: „Die haben gegen uns ungefähr 20 Tore erzielt.“ Überhaupt stellt der Spitzenreiter mit 486 Treffern in 13 Partien die stärkste Offensive der Staffel. Der Durchschnitt beläuft sich auf 37 Treffer. Zuletzt kam der Gast zu einem nicht alltäglichen 49:33 gegen den TV Bissendorf-Holte II. „Das Spiel wird in der Abwehr entschieden“, betont Andre Haake. Niklas Cordes, der während des Trainings am Dienstagabend umgeknickt ist, steht der HSG heute nicht zur Verfügung. „Ansonsten sind alle Mann an Bord“, sagt Cheftrainer Haake. Quelle: dk-online.de