Lettmann und Haake sorgen für Sieg

Handball: Schwache HSG bewahrt die blütenreine Weste mit 28:24

Delmenhorst (nom). Mit einem 28:24 (11:15) über die bislang sieglose HSG Neuenburg-Bockhorn ist den Landesliga-Handballern der HSG Delmenhorst im dritten Saisonspiel der dritte Sieg gelungen. Dabei tat sich das Team von Spielertrainer Andre Haake aber unerwartet schwer und fuhr den Erfolg erst im Schlussspurt ein.

Die Hausherren spielten eine desolate erste Halbzeit. Es gab eine Flut von Abspielfehlern, und auch beste Wurfmöglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Der Mannschaft fehlte es an Übersicht. Trainer Haake, der im ersten Abschnitt sieben der elf Treffer markierte, schäumte. „Ich bin in der Kabine richtig laut geworden“, erzählte der Coach nach Spielschluss.

Seine Mannen starteten dann auch gut in den zweiten Durchgang. Beim 18:17 lagen die Hausherren erstmals seit der Anfangsphase in Front, doch die Friesländer konnten den Spieß noch einmal drehen. Beim 24:21 hatten sich die Delmestädter ein Stück abgesetzt, doch dann trafen die Gäste, und Steffen Eilers erhielt eine Zeitstrafe. Der schon zuvor überragende Mirko Lettmann hielt in dieser Phase einen Siebenmeter, und im Gegenzug gelang Andre Müller das 25:22. Zwei Minuten vor dem Abpfiff konnten die Gäste verkürzen, brachten sich dann aber um jede Chance. Nach einer umstrittenen Zeitstrafe protestierte die Bank heftig und wurde ebenfalls mit einer Zeitstrafe bedacht. Dazu erwischte es einen weiteren Spieler wegen Meckerns, und so mussten die Friesländer in der Schlussphase mit drei Feldspielern auskommen.

Gegen einen schwachen Gast war der Sieg der Haake-Mannen am Ende verdient, aber alles andere als ein Glanzstück. Torhüter Lettmann, der mit einer Serie von Glanzparaden aufwartete, und Spielertrainer Haake waren die Garanten des Sieges. Haake trat als 13-facher Torschütze in Erscheinung, wobei er alle sieben Siebenmeter eiskalt verwandelte. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit gesteigert, können uns aber freuen, dass Mirko so stark gehalten hat. Letztendlich geht der Sieg in Ordnung, kam aber schwerer zustande als erwartet“, analysierte der Trainer. Am kommenden Sonnabend gibt es bereits das nächste Heimspiel, wobei mit dem ebenfalls verlustpunktfreien TV Dinklage der Topfavorit der Liga in der Stadionhalle aufkreuzt.

Quelle: www.dk-online.de