Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst fertigen das staubedingt geschwächte Rumpfteam der HSG Bützfleth/Drochtersen mit 31:15 ab. Mit dem 31:15 (11:7) gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen haben die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst im dritten Heimspiel den dritten Sieg gelandet. Ein Pflichtsieg, denn ersten handelt es sich bei dem Gegner, der auf den letzten Rang zurückgefallen ist, um eines von zwei noch sieglosen Teams und zweitens bestand das Aufgebot des Gastes lediglich aus acht Spielern.

Der Grund für die ungewöhnliche Kaderstärke des Gastes, den Delmenhorsts Vorsitzender Jürgen Janßen vorab über die chaotischen Verkehrsverhältnisse informiert hatte: Einige Spieler, die berufsbedingt nicht mit dem Gros der Mannschaft anreisen konnten, steckten im Stau und zogen es vor, die Anfahrt abzubrechen. Die acht Aktiven plus zwei Begleiter, die sich am Samstagabend in der Stadionhalle einfanden, benötigten für die rund 120 Kilometer lange Strecke von Stade-Bützfleth nach Delmenhorst drei Stunden.

Letzter Ausgleich beim 6:6 Vor nur 180 Besuchern Zuschauern (Janßen: „Ich hatte mit deutlich weniger Zuschauern als sonst gerechnet, denn ersten spielt Werder in Hamburg und zweitens geht man bei diesem Wetter nicht gerne aus dem Haus“) fand der Favorit schwer ins Spiel. Das 1:0 durch Andre Haake fiel erst nach 220 Sekunden und in der 20. Minute glich Gästespieler Niklas Moje zum 6:6 aus. Dann jedoch setzte sich der Hausherr mehr und mehr ab und kam über Jörn Janßens 10:6 (28.) zur 11:7-Pausenführung. Der Tabellendritte vergab in der ersten Hälfte erneut gute Gelegenheiten. „Wir haben einige Hundertprozentige liegengelassen“, sagte Trainer Jörg Rademacher. Zudem lief das Kombinationsspiel nicht rund. Jörn Janßen und Stefan Timmermann kamen in der Offensive, Jonte Windels und Niclas Schanthöfer im Defensivbereich zum Einsatz. Der Tausch, so meinte der Übungsleiter, sei nicht so gelaufen wie man es sich vorgestellt habe: „Nach 20 Minuten haben wir wieder umgestellt.“ Interessant: Wiederholt gelangen den Gastgebern Tore in Unterzahl. „Leben selbst schwer schwergemacht“ Für die arg gebeutelte HSG Bützfleth/Drochtersen, die mit Überraschungsmomenten geizte, ging es nach der Pause um Schadensbegrenzung. Diese gelang nicht so wirklich, denn nach dem 11:7 im ersten Abschnitt gewann Delmenhorst die zweite Hälfte mit 20:8. Das Rademacher-Team hielt sich gegen den Kontrahenten, der kräftemäßig verständlicherweise abbaute, nicht zurück. Es stand in der Abwehr besser als während der ersten Halbzeit und tat zudem etwas für das Torverhältnis. „Wir haben uns das Leben in der ersten Halbzeit schwer gemacht“, erklärte Rademacher. „Aber es ist auch schwer, die Konzentration hochzuhalten, wenn der Gegner jeden Angriff fünf Minuten spielt.“

Am Samstag, 19.15 Uhr, erwartet die HSG Delmenhorst in der Stadionhalle den führenden TvdH Oldenburg. „Wir haben eine gute Ausgangsposition“, stellte Rademacher fest

Bildunterschrift: Jörn Janßen (3. von rechts) hatte mit der HSG Delmenhorst gegen das Rumpfteam der HSG Bützfleth/Drochtersen nur eine Halbzeit lang Mühe. Foto: Rolf Tobis Quelle_ dk-online.de