Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst und die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst treffen sich in der Stadionhalle zu einer Jahresabschlussveranstaltung.

Handballer des Verbandsligisten HSG Delmenhorst, Fußballer des Oberligisten SV Atlas und Zuschauer waren sich einig: Dieses Treffen verlangt nach einer Neuauflage. Die Begegnung der Düsternorter Nachbarn in der Halle am Stadion geriet zu einer kurzweiligen Veranstaltung. 50 Zuschauer verfolgten am Donnerstagabend das muntere Treiben, das zweifelsohne einen stärkeren Zuspruch verdient gehabt hätte.

Spaß steht im Mittelpunkt
Gemischte Mannschaften, die insgesamt aus rund 30 Spielern bestanden und 45 Treffer erzielten, traten zunächst im Hand- und danach im Fußball gegeneinander an (jeweils 2 x 15 Minuten). 19:13 (Handball) und 7:6 lauteten die Ergebnisse. Diese spielten jedoch eine eher untergeordnete Rolle. In erster Linie ging es um nachbarschaftliche Kontaktpflege, das Kennenlernen einer anderen Sportart, das gemeinsame Kalt- oder Heißgetränk nach dem Sport – und um Spaß.

Fußballer Marco Prießner zaubert mit Handball
Diesen hatten die Hauptdarsteller reichlich. „Es hat Spaß gemacht“, lautete der gemeinsame Tenor. Nachdem zunächst die Torhüter David Lohmann und Florian Urbainski (Atlas) sowie Mirko Lettmann und Sönke Schröder (HSG) zwischen den Pfosten standen, übernahmen später auch Feldspieler deren Aufgaben. Die Keeper gingen derweil auf Torejagd. Beim Handballspiel, bei dem die Backe den Fußballern Probleme bereitete (Musa Karli: „Man hat nicht das Gefühl für den Ball“), sorgte Fußballer Marco Prießner für Aufsehen. „Ich habe in der Jugend bei der HSG gespielt“, erklärte er. Zu den Mitspielern gehörten die heutigen HSG-Aktiven Frederic Oetken und Jonte Windels.

Weitere Aktionen sollen folgen
Es ging recht entspannt zu. So unterhielt sich Handballtrainer Jörg Rademacher („Ich habe heute keinen Stress“) während der Spiele angeregt mit Fußballmanager Bastian Fuhrken. Flotte Kombinationen würzten Spieler mit ebensolchen Sprüchen. „Wichtig ist, dass alle gesund geblieben sind und es Spaß gemacht hat“, meinte HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen. Rademacher nannte das Treffen „gelungen“ und kündigte für die Zukunft weitere gemeinsame Aktionen an. HSG-Spieler Philipp Freese sagte: „Es war der erste Kontakt und es hat Spaß gemacht.“ Diesen hatte auch Atlas-Defensivkraft Mark Spohler: „Ich hatte zuvor noch nie Handball gespielt“. „Ich bin sehr zufrieden“, betonte Fuhrken. „Im Sommer sollten wir draußen was machen.“ Daran dachte auch Janßen. „Dann spielen wir Handball auf dem Großfeld“, meinte er schmunzelnd.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)
Foto: Rolf Tobis